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T H_IS IS NO T A BLO_G
(und andere nutzlose Informationen)

Feb 2012
Little Boy (Katatonische Chiffren I,1):
das mädchen
das sehr leise spricht (ohne zu flüstern)
was jedoch nichts mehr ändert
der junge
der in diesem moment eine fliege bemerkt
die zitternd in der luft schwebt
das summen der fliege
das als der junge den atem anhält
zu einem inferno anschwillt
der junge der die augen schließt und stirbt
als das mädchen schließlich verstummt
weil der lärm ihr den mund verklebt und gerinnt
die fliege die noch einen moment verharrt
bevor sie in das licht taucht um zu verbrennen
der herzschlag des mädchens der aussetzt
der lärm der bleiben wird und beginnt
mit seiner hitze alles zu verschmelzen
und selbst das grelle licht zu trüben
If you can't stand the heat, get out of the kitchen.
(Harry S. Truman)
JAN 2012
Das neue Haus (Katatonische Chiffren II,6):
Sie sollte noch drei Monate leben, als sie das neue Haus erstmals betrat.
Die Zukunft war schon vollendet, ihr Morgen bald nur noch eine von so vielen Geschichten.
Der Feind in ihrem Körper hatte still sein eigenes Haus gebaut.
Then you don't want to walk and talk about Jesus
Just wanna see His face
Don't want to walk and talk about Jesus
Just wanna see His face
(The Rolling Stones, Just Wanna See His Face)
DEZ 2011
Ich erkannte die aktive Kraft, das Schaffende inmitten des Zufälligen:
– Zufall ist selber nur das Aufeinanderstoßen der schaffenden Impulse.
(Friedrich Nietzsche, Aus dem Nachlaß der Achtzigerjahre)
Aus der Serie merkwürdiger Koinzidenzen: Erst entsteht eine neue Videoarbeit, ein Selbstportrait wie eine Zeitkapsel, aus Super 8mm Material, das vor 25 Jahren gefilmt wurde.
Dann findet sich der Roman Replay von Ken Grimwood ein, der ebenso vor 25 Jahren entstand: darin Zeitschleifen, in denen der Protagonist nach seinem Tod immer wieder
25 Jahre in die eigene Vergangenheit zurück springt, um sein Leben von da erneut zu leben.
Dass das Video nun Replay heißt, ergibt sich von selbst.
Siehe, wir wissen, was du lehrst: daß alle Dinge ewig wiederkehren und wir selber mit,
und daß wir schon ewige Male dagewesen sind, und alle Dinge mit uns.
(Friedrich Nietzsche, Also sprach Zarathustra)
Sounds & Tracks unterscheidet jetzt tatsächlich Sounds von Tracks,
denn unter Letzterem sind aktuelle Videoarbeiten zu finden (auch hier zu sehen:
Les Films du Pierrot auf youtube).
NOV 2011
Zu Risiken und Nebenwirkungen selbständigen Denkens kann man niemanden fragen, aber es sind oft gerade die an den Rändern der Glockenkurve beheimateten Einsichten,
die schließlich einen Sinn ergeben. Das da in der Mitte nennt sich Mittelmaß, der Prinzessinnen Ritter, der Hort der Träumer fader Träume, die wahre Ödnis,
wohingegen das abseitige Denken doch zahlreiche Vorteile hat: ein schlechtes Image, keinerlei Normierungsdruck, per definitionem garantierte Individualität,
freie Getränkewahl, und niemand fragt, ob du das gerade nicht auch irgendwie und soundso fandest.
Whenever you find yourself on the side of the majority,
it is time to pause and reflect.
(Mark Twain)
Die neue Arbeit Nyarlathotep (Der Abgott) [Canto 14] aus Inferno ist abgeschlossen.
Die neue Arbeit A Handful of Dust [Canto 15],
eine Überarbeitung des ehemaligen Canto 7 (s. FEB 2011), aus Inferno ist abgeschlossen.
Die neue Arbeit Pluto's Cave (Pape Satàn aleppe! | Viderunt Omnes) [Canto 7],
eine völlige NeuVersion von Canto 7 (die dritte Fassung, s. FEB 2011 und JAN 2010), aus Inferno ist (hoffentlich nun) abgeschlossen.
OKT 2011
Schwarze Nova (Katatonische Chiffren II,5):
Nur so aus Neugierde hob sie das lockere Stück der mit blutverklebtem Haar verzierten Schädeldecke an
und schaute direkt in den Kopf mit den Resten der Gehirnmasse darin. Ein großes Stück blutig-glibbriger grauer Masse rollte heraus.
Lieber Gott im Himmel.
Sie übergab sich direkt auf diese Trümmer früheren Lebens. Das Ergebnis war so entsetzlich, dass sie gleich wieder kotzen musste;
immerhin gelang es ihr diesmal, sich dafür zur Seite zu drehen.
„Wie bin ich nur so empfindsam geworden?“, flüsterte sie und setzte ein honigsüßes Lächeln auf, eingerahmt von den Resten des Erbrochenen.
Ihr Magen drohte schon wieder zu revoltieren. Sie kroch zum Bad herüber, ging in die Hocke und begann stoßweise ein- und auszuatmen.
Piff, Paff, Puff.
Sie stieß ein schrilles Hyänenlachen aus.
Look down at me and you see a fool;
look up at me and you see a god;
look straight at me and you see yourself.
(Charles Manson)
SEP 2011
Der Tod ist groß.
Wir sind die Seinen
lachenden Munds.
Wenn wir uns mitten im Leben meinen,
wagt er zu weinen
mitten in uns.
(Rainer Maria Rilke, Schlußstück)
Der Monolith (Katatonische Chiffren II,4):
Aus den Gruben des Vergessens
und erloschnen bleichen Spiegeln
(Kupfermond und Schatten)
durch den dunklen Winterschlaf.
Das Herz endlich gleich der Feder
unter fremden Himmeln über Sommerfeldern
Morgenröte zartes Blau.
AUG 2011
Die Werkgruppe The Looking Glass - Gespräche mit Alice (XXII),
ein Netzkunst-Projekt von 2001-2003, ist neu eingestellt und über das StartMenu erreichbar.
1500 years ago everybody knew the Earth was the center of the universe.
500 years ago, everybody knew the Earth was flat, and 15 minutes ago, you knew that humans were alone on this planet. Imagine what you'll know tomorrow.
(Agent Kay in Men in Black)
Die gesamte website wurde erneut überarbeitet und aktualisiert, insbesondere das StartMenu und die Navigation.
Die Musik in Sounds & Tracks ist jetzt ebenso wie dies No_Blog direkt über das StartMenu zu erreichen.
Allen Seiten von Sounds & Tracks wurde zudem ein neuer Audioplayer spendiert
und die Teile des beyond question soundtracks von 2003 sind nun als individuelle Tracks zu hören.
Schließlich sind die verschiedenen Bereiche des Info Room ausgeweitet worden.
JUL 2011
Man kann es sehen und doch wieder nicht - als weigerte ein Teil des Gehirns sich zu sehen,
als führe das Sehen zu Verstehen und das Verstehen zu Wahnsinn.
Die neue Arbeit Room 101 (The Cannibals) [Canto 13] aus Inferno ist abgeschlossen.
You asked me once, what was in Room 101. I told you that you knew the answer already.
Everyone knows it. The thing that is in Room 101 is the worst thing in the world.
(O'Brien in Nineteen Eighty-Four)
Die Arbeit When the Levee Breaks (Phlegethon) [Canto 12] aus Inferno ist vollständig überarbeitet.
JUN 2011
Dämmerung (Katatonische Chiffren II,1):
Seine Beine gaben schließlich doch nach,
und er erwachte wie eine aufsteigende Luftblase.
Und obwohl er kaum mehr träumte,
meinte er immer noch eine Bösartigkeit zu spüren.
Dann sah er in dem Zimmer einen Umriß.
Danach erinnerte er sich an nichts mehr.
Wir sehen jetzt durch einen Spiegel in einem dunkeln Wort; dann aber von Angesicht zu Angesicht.
(Paulus von Tarsus, 1. Korinther 13)
MAI 2011
Wiegenlied (Katatonische Chiffren II,3):
Schlafe, schlafe, Gretchen klein, schon
sucht der bleiche Hans nach dir,
mit dem Klagen und dem Weinen
will er Einlaß wohl bei dir.
Schlaf nur, schlaf nur, Gretchen klein, sonst
kommt der bleiche Hans zu dir,
mit den spitzen, scharfen Zähnen
muß er trinken dann von dir.
Schlaf nun, schlaf nun, Gretchen klein, jetzt
ist der bleiche Hans in dir,
mit dem rot gemalten Lächeln
macht er Leichenschmaus aus dir.
Just cause you feel it doesn’t mean it’s there
(Radiohead, There There)
APR 2011
Die neue Arbeit When the Levee Breaks (Phlegethon) [Canto 12] aus Inferno ist abgeschlossen.
Die Siedlung (Katatonische Chiffren II,2):
Der klare Traum: vom Rad fahren
zwischen kleinen Häusern hindurch,
über gepflasterte Wege und an Gärten vorbei,
über ein Stück Feldweg an einem Tümpel
zu der Wiese und den Hügeln, dahinter
zum zerstörten und verbrannten Haus,
das eine homogene Masse gebildet hatte
mit seinen schreienden Bewohnern.
MÄR 2011
Die neue Arbeit Every Angel's Terrible (Geryon) [Canto 17] aus Inferno ist abgeschlossen.
Ich wurde ausgesandt aus der Kraft. Ich bin das Schweigen, das unerreichbar ist, und der Gedanke, dessen Erinnern zahlreich ist.
Ich bin das Aussprechen meines Namens. Ich bin das Wesen und die, die ohne Wesen ist.
Ich bin die Begierde aus einem Sehen, und die Enthaltsamkeit des Herzens ist in mir. Ich bin das Zeichen des Buchstabens und die Offenbarung der Trennung.
Gebt acht, ihr Hörer, und auch ihr, Engel, und ihr Geister, die von den Toten auferstanden sind. Denn ich bin es, der allein existiert.
(Nag Hammadi Codices)
FEB 2011
Die neue Arbeit Der Ghul (Akkumulator I) [Canto 32] aus Inferno ist abgeschlossen.
Da entstehen komplexe Bildwerke, bei denen der mehrfache Sinn aller Bildelemente, der wie bei Kafka nur aus „ganzen Orchestern von Assoziationen” heraus verständlich ist,
und dann sind da all die stromlinienförmigen Künstler, deren Karrieren den Markt bevölkern - das ist grausig und hoffnungslos.
2. August. Deutschland hat Rußland den Krieg erklärt. – Nachmittag Schwimmschule.
(Franz Kafka, Tagebuch 1914)
Was lange währt: Die Arbeit Faces | A Handful of Dust [Canto 7] (ehedem Flow My Tears, s. JAN 2010)
aus Inferno ist vollständig überarbeitet.
[edit: von wegen..., zweite Fassung, später erneut überarbeitet]
JAN 2011
Pisa-Strudel, die persönliche Studie: Das Mädchen, das bei der Betrachtung eines Plakates mit den Euromünzen ihrer größeren Schwester im völligen Ernst mitteilt,
daß Pisa, dessen schiefer Turm auf einer italienischen Münze abgebildet ist, ja wohl in China liegt.
Wer es nicht weiß: Das ist das Land mit dem leckeren Latte Macchiato, den man im Schatten dieser großen Mauer trinkt, die die Appalachen mit den Anden verbindet.
Das Land der Aborigines, dieser niedlichen kleinen Nagetierchen, die so ähnlich aussehen wie Kermit, die rote Eidechse, ein Land voller Naturschönheiten, wie etwa den
Mangrovesümpfen, durch die sich der malerische Amazonas schlängelt, und berühmt für seine Tulpenzucht. Das Land schließlich, das uns die Magna Carta, Kaugummi,
Wodka, Kamikazeflieger und die Olympischen Spiele geschenkt hat, von seinen Schriftstellerinnen, wie etwa Gisele Bündchen oder Paloma Picasso, ganz zu schweigen.
Einen Waldbrand sieht jeder; es kommt darauf an, des erste Rauchwölkchen zu erspähen.
(Robert A. Heinlein)
Kunst abgewöhnen (Regel #1): Wechseln Sie nach jedem Bild die Leinwand.
DEZ 2010
Die neue Arbeit Season of the Witch (Akkumulator II) [Canto 33] aus Inferno ist abgeschlossen.
Der Sternenhimmel entfaltet die Gegenwart des Ungleichzeitigen. Sehen ist überhaupt immer ein Blick in unterschiedliche Vergangenheiten.
Das macht die Kamera zur perfekten Sehmaschine, weil sie buchstäblich Zeit einsammelt.
Telescopes are in some ways like time machines.
(Sir Martin Rees, Astronomer Royal of Great Britain)
Kunst abgewöhnen (Regel #2): Kaufen Sie immer nur noch eine Farbe ein, so daß Sie nie einen Vorrat zu Hause haben.
NOV 2010
Das Paradoxon in der Mathematik der Physik: Die Unendlichkeit markiert die Grenzen dieser Welt.
Und wo wir schon dabei sind: Die Welt besteht aus Energie, Materie und Information - das ist die Metapher der Trinität von Vater, Sohn und Heiligem Geist.
I used to be indecisive, but now I'm not so sure.
(Boscoe Pertwee / Umberto Eco)
Kunst abgewöhnen (Regel #3): Malen Sie nur noch mit der Hand, mit der Sie bisher nie malten.
OKT 2010
Das Nichts der eigenen Existenz erfüllt sich im Voyeur, die Eintrittskarte ist gelöst, Popcorn und Getränke stehen bereit,
aber zuvor noch ein wenig Verbraucherinformation. Ich verbrauche, also bin ich. Ohne mich je selbst dabei zu verbrauchen.
Daß ich bequem verbluten kann,
Gebt mir ein edles, weites Feld!
O, laßt mich nicht ersticken hier
In dieser engen Krämerwelt!
(Heinrich Heine, Anno 1829)
Kunst abgewöhnen (Regel #4): Arbeiten Sie nicht mehr in Gegenwart Ihrer Frau / Ihres Mannes, der Kinder oder während eines Gesprächs.
SEP 2010
Die Fotografie ist in ihrem inhärent melancholischen Es-wird-gewesen-sein ein geradezu tragisches Medium.
Warum aber werden dann unentwegt Fotos gemacht?
Konventionen...? Konventionen sind das, was übrig bleibt, wenn man viel an garnichts denkt.
(L'Ennui)
Kunst abgewöhnen (Regel #5): Fangen Sie jeden Tag eine Stunde später an zu arbeiten.
AUG 2010
Mein Trost auf Kunstmessen: mit Recht hat John Cage, Pilzsammler und prämierter Mykologe, einmal gesagt, die Probleme der zeitgenössischen Musik
seien weniger wichtig als die Probleme der zeitgenössischen Pilze, da man an zeitgenössischen Pilzen, wenn sie schlecht seien, sterben könne,
während der Genuß zeitgenössischer Musik selbst übelster Qualität unbedenklich sei. Das gilt vielleicht ja auch für die Kunst?
Er war so gut erzogen. Er hat niemals mit vollem Mund gesungen.
Schade, daß er nicht viel aß.
(Obelix über Troubadix)
Kunst abgewöhnen (Regel #6): Teilen Sie jedes Bild in drei Teile: erstes Drittel malen, zweites Drittel skizzieren, drittes Drittel wegwerfen.
JUL 2010
Künstlern, die kein Verhältnis zu Mathematik und Geometrie haben, fehlen ganze Dimensionen ästhetischer Erkenntnisse.
Das gilt natürlich auch für Kuratoren und andere Kulturbeflissene, die sich gern für ungemein gebildet halten,
aber schon mit einfacher Proportionslehre auf Kriegsfuß stehen.
Das Wissen vom Göttlichen ist für einen mathematisch ganz Ungebildeten unerreichbar.
(Nikolaus von Cues)
Kunst abgewöhnen (Regel #7): Legen Sie einmal in der Woche einen Nichtarbeitstag ein.
JUN 2010
Du liest Worte, die aber nicht existieren, nur eine Botschaft aus dem Inneren deines Gehirns, die dir sagt,
daß du Worte liest, die aber nicht existieren, nur eine Botschaft aus dem Inneren deines Gehirns, die dir sagt, daß du …
Neo: „Why do my eyes hurt?”
Morpheus: „You've never used them before.”
(The Matrix)
Kunst abgewöhnen (Regel #8): Waschen Sie Sich vor jeder Arbeit die Hände und trinken ein Glas Flüssigkeit.
MAI 2010
Esst, wo ihr reinpasst, und zieht euch warm an.
Was ist denn schon authentisch? Ich höre empörten Widerspruch, schon die Frage knabbert an mühsam stabilisierten Selbsteinschätzungen.
Alle spielen nur die Hauptrolle in ihrem eigenen Film, und die meisten davon sind langweilig.
Authentischer Autismus.
Your future dream is a shopping scheme.
(Sex Pistols, Anarchy In The UK)
Kunst abgewöhnen (Regel #9): Für jedes nicht angefertigte Bild kommt ein Geldstück in ein Glas:
das ergibt ein hübsches Mitbringsel für einen Menschen, dem man eine Freude machen will.
Das kann z.B. Ihr Therapiehelfer sein.
APR 2010
Die Musik ist aus.
Sie klang sowieso furchtbar, setz' ich mich eben selbst ans Klavier.
Highway. Gib Gas.
The Highway to Nowhere. Oder Artisten beim Bergsteigen, die Luft wird zusehends dünner und die Halluzinationen immer plastischer.
Der zweifelhafte Olymp ist erreicht, wenn der Körper verschwindet - und wieder vermasselt er alles.
Warum ist mein Lieblingsplatz im Café grundsätzlich besetzt? Das sogenannte wirkliche Leben ist einfach nur besser gerendert, das ist alles.
Und man fügt dem Auge nur dann einen Schaden zu, wenn das Gehirn die empfangenen Signale auch tatsächlich glaubt.
Nichts zu wissen ist schlicht ein beneidenswerter Zustand und ganz bestimmt nicht das Problem.
Ein Gedicht fällt mir jetzt aber nicht mehr ein, es muß auch mal ohne gehen. Sei's drum.
Das Ding und die Gesamtheit des Dings.
(Terry Pratchett, Der fünfte Elefant)
MÄR 2010
Mit dem Rücken zur Wirklichkeit. Was sehen Katzen und Babys eigentlich, wenn sie so fasziniert in die Luft starren?
Vielleicht etwas, das uns so vertraut ist, daß wir es einfach nicht mehr wahrnehmen?
Wenn ihr eure Ebenbilder seht, freut ihr euch.
Wenn ihr aber eure Bilder seht, die vor euch entstanden sind, die weder sterben noch sich offenbaren, wie viel werdet ihr dann ertragen?
(Thomas-Evangelium)
FEB 2010
Für das Licht, das Photon selbst, existiert keine Zeit.
Das gleicht dem Zenonischen Pfeil-Paradoxon, bei dem ein fliegender Pfeil zu einem Zeitpunkt der Beobachtung stets einen exakt umrissenen Ort hat,
sich also in Ruhe befindet. Unter ständiger Beobachtung befindet sich der Pfeil daher immer in Ruhe. Der fliegende Pfeil ruht.
Ich fühle mich wie Dr. Liebig kurz vor Erfindung der künstlichen Fleischbrühe.
Zündende Ideen und brisante Einfälle schießen mir durch den Kopf.
(Donald Duck)
Kunst abgewöhnen (Regel #10): Putzen Sie Sich nach jedem angefertigten Bild die Zähne.
JAN 2010
Die neue Arbeit Flow My Tears [Canto 7] aus Inferno ist abgeschlossen.
[edit: erste Fassung, später überarbeitet]
Three quarks for Muster Mark!
(James Joyce, Finnegan's Wake)
Die phänomenale Welt existiert nicht; sie ist eine Hypostase der Informationen, die der Geist verarbeitet.
(Philip K. Dick, Valis)
Kunst abgewöhnen (Regel #11): Malen Sie nicht mehr ohne hinzusehen.
DEZ 2009
Die Werkgruppe Inferno (XXIII) ist nun über das StartMenu erreichbar.
Die gesamte website wurde außerdem überarbeitet und aktualisiert.
Elemente, die sich verketten: wie man Felder und Gegenfelder erzeugt. Widersprüche dabei unaufgelöst nebeneinander stehen lassen.
(Jean-Luc Godard)
Das Gehirn arbeitet ja nicht linear, sondern parallel und mehrdimensional. Wir leben stets in heterogenen Bewußtseinszuständen.
Die Überlagerung als visuelle Infrastruktur ist daher die sich ganz natürlich ergebende Darstellungsform.
Es sind die Brüche, durch die das Licht hindurchscheint.
(Hiro Nakamura in Heroes)
NOV 2009
Die Kritik folgt den Schöpfungen des Geistes wie der Schatten dem Körper.
Sie hat wenig Nutzen, da die meisten Kritiker ganz unzulänglich sind.
(Eugène Delacroix)
Eine stille, schreiende, gelöste Intensität?
(George in Who's Afraid of Virginia Woolf)
Kunst abgewöhnen (Regel #12): Jeden Tag ein Bild weniger machen! Am frühen Morgen legt man sich die Anzahl der Bilder zurecht, die man tagsüber machen will.
Das langsame Abgewöhnen verlangt keinen allzu starken Willen.
OKT 2009
Und so beginnt das Blog, das keines ist, auf any other name.
Wie das Video einer Plastiktüte im Wind.
What ’s in a name? That which we call a rose
By any other name would smell as sweet.
(William Shakespeare, Romeo and Juliet)

(A Portrait of the Artist as a Young Man)
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